Reizflut - Der Film

Der Kurzfilm »Reizflut« ist ein Projekt von Studenten des zweiten Semesters im Studiengang ›Medienproduktion- und technik‹ im Rahmen der Veranstaltung ›Medienlehre und -gestaltung‹. Das Projekt wurde während des Sommersemesters 2015 realisiert.

Der Kurzfilm wurde im Cinemascope-Format gedreht (2,35:1). Bei der Umsetzung wurde darauf geachtet, den Zuschauer möglichst gut in die Lage der Protagonistin zu versetzen. Dies wurde unter anderem durch natürliche und spärliche Beleuchtungstechnik erreicht, um sie möglichst natürlich, aber auch verletzlich wirken zu lassen.
Durch ihre Taubheit muss die Protagonistin vermehrt mit den Augen ihre Umgebung wahrnehmen, was durch harte, stellenweise auch sehr rapide Schnitttechnik verdeutlich wurde, um den Fokus eindringlich auf ihre persönliche Sichtweise zu lenken.
Zudem wurde der Realton des Films durch aufwendiges Sounddesign insofern verändert, dass die Geräusche der Umgebung irritierend und stellenweise auch schmerzhaft empfunden werden. Dies spiegelt die Eindrücke der vormals gehörlosen Protagonistin wieder, die sich erst an ihre neue Situation gewöhnen muss.

Der Kurzfilm »Reizflut« wurde vom 28. - 30. Mai an den Standorten Amberg und Nürnberg gedreht.

Handlung

Der Film erzählt die Geschichte des Mädchens Melissa, das von Geburt an taub ist.
Das schüchterne und zurückhaltende Mädchen fühlt sich durch ihre Freunde in der Gehörlosenklasse an der Hochschule im Studienleben gut integriert. Jedoch steigt die Sehnsucht nach einem normalen Leben ohne Behinderung und Einschränkung.
Eines Tages ergibt sich für Melissa die Möglichkeit, ein Cochlea-Implantat zu erhalten. Vorfreudig nimmt sie diese Gelegenheit wahr und lässt sich operieren. Nachdem sie die ersten Höreindrücke zwar etwas irritieren, aber dennoch positiv stimmen, geht sie in die Hochschule, um am Unterricht einer ganz normalen Klasse teilzunehmen.

Allerdings erlebt sie auf dem Weg dorthin einige auditive Schockmomente, die sie überfordern, da sie noch nicht alle Geräusche zuordnen kann. Angekommen in der Hochschule gipfelt dies in der totalen Überforderung, was sie aus der Situation fliehen lässt. Sie entscheidet sich dafür, vorerst in ihren bisherigen geräuschlosen Alltag zurückzukehren.